Smarter Gartengehilfe – der Mähroboter

Im Sommer verbringen Gartenbesitzer einen beträchtlichen Anteil ihrer Freizeit mit der Pflege des grünen Heiligtums. Ein Rasen, der sich von selbst mäht, ist jedoch schon längst keine Zukunftsmusik mehr. Inzwischen gibt es Rasenmähroboter, die diese Aufgabe mit Bravour übernehmen. Nur unter welchen Bedingungen lohnt sich ein Einsatz, welche Merkmale zeichnen ein gutes Modell aus und wie arbeitet ein solcher elektronischer Gärtner eigentlich?

Das autonome Grundprinzip: Rasenschnitt zu jeder Zeit

Nach der Installation versprechen Mähroboter ein großes Maß an Zeitersparnis. Sie fahren absolut selbstständig die Rasenfläche ab. Grenzbereiche werden dabei durch einen verlegbaren Draht definiert, der mit Erdhaken im Boden verankert wird. Diese Schranken veranlassen das automatisierte Gerät zur Kehrtwende, sollte es mit diesen in Berührung kommen. Ängste vor kahl geschorenen Blumenbeeten oder ähnlichen Missgeschicken sind also meist unbegründet. Gleichzeitig machen Sensoren und stoßempfindliche Verkleidungen den Roboter auf unplanmäßige Hindernisse in der Umgebung aufmerksam. Hier unterscheiden sich jedoch Modelle in ihrer Zuverlässigkeit. „Daher ist es vor dem Betrieb immer ratsam, das Arbeitsgebiet aufzuräumen und keine Kinder auf in der Nähe spielen zu lassen.“ sagt dazu unser Experte von Keymer Gartentechnik.

Programmfunktionen bieten dem Anwender einen sehr hohen Komfort und perfekte Kontrolle zur Erstellung eines Zeitplans. So lassen sich häufig Wochentage und sogar die Uhrzeit für den nächsten Schnitt fest vorgeben. Dank der tendenziell leisen Akkumotoren ist auch zu Ruhezeiten in der Nacht oder sonntags der vertretbare Betrieb eine realistische Option. Leistungsstarke Vertreter ihrer Zunft ignorieren auch schwere Umweltbedingungen wie Regengüsse und feuchtes Gras und erledigen zuverlässig ihre zugedachte Aufgabenstellung.

Kostenfaktor und Einsatzreichweite variieren stark

Allgemein gilt: „Ein Rasenmähroboter ist derzeit klar als Luxusobjekt anzusehen. Preislich überflügeln sie ihre manuell betriebenen Kollegen massiv.“ so unser Experte. „Knapp unterhalb der 1000-Euro-Grenze gibt es die ersten Modelle von bekannten Herstellern.“ Wahrhafte Edelboliden kosten mehrere tausend Euro, bieten dafür aber auch in der Regel ein deutliches Leistungsplus. Die Akkulaufzeit stellt während der Arbeitsphase einen bedeutenden Flaschenhals dar.

Geräte, die zu oft pausieren und zu langsam vorankommen, brauchen unverhältnismäßig lange für den Abschluss ihrer Aufgabe. Starke und ausdauernde Modelle pflegen dagegen ganze Hotelanlagen (6000 m²), während einfacher Roboter für private Gartenanlagen im Bereich von bis zu 400 m² eine sinnvolle Option darstellen. Dabei setzt die Beschaffenheit der Grünfläche eine natürliche Grenze. Ein solider Roboter nimmt jedoch Steigungen von bis zu 35 Grad problemlos in Kauf und lässt sich auch von kleinen Hügeln nicht von der Arbeit abschrecken.

Effizienz hängt von der Navigation ab

Der Mähroboter sucht sich per integriertem Algorithmus seine persönliche Route zur Bearbeitung der Grünfläche aus. Dabei gibt es beträchtliche Unterschiede in der Methode: Einige Modelle verfahren nach dem Zufallsprinzip, andere bedienen sich spezieller Bewegungsmuster oder kartographieren mittels Sensoren die Umgebung. Eine intelligente Navigation hilft also, Zeit bei der Arbeit einzusparen. Mit Hilfe eines Sucherkabels findet das Gerät bei niedrigem Akkustand den Weg ohne fremde Unterstützung zu seiner Ladestation. Diese soll sich an einem leicht zugänglichen Ort befinden und – wenn realisierbar – mit einer Überdachung als Regenschutz versehen sein. Im besten Fall nimmt das Gerät nach abgeschlossener Regenerationsphase den Betrieb ohne weiteres Zutun wieder auf, bis der gesamte Rasen zufriedenstellend bearbeitet wurde. Engstellen stellen häufig Problemzonen dar, in denen das Gerät nicht alle Gräser zu erfassen vermag. Allgemein bleiben auch Ränder hin zu Mauern oder anderen festen Abgrenzungen zurück, die nachträglich manuell gekürzt werden müssen.

Ausstattung: Komfort und Sicherheit

Ist ein Rasenmähroboter sicher? Die Technik gilt im Allgemeinen als sehr ausgereift. Dennoch existieren einige essentielle Sicherheitsmerkmale, die nicht jedes Produkt zur vollständigen Zufriedenheit erfüllt. Beim Kauf ist daher auf eine ausreichende Funktionalität vor allem für die Sicherheit unbedingt zu achten. Verliert der Mähroboter den Bodenkontakt, muss das Schnittwerk unverzüglich die Arbeit einstellen. Ein derartiger Schnellstopp verhindert Unfälle durch unbedachtes Anheben oder Umkippen des Roboters. Liegen flache Gegenstände auf der Bahn, muss der Roboter in der Lage sein, diese rechtzeitig zu meiden. Ansonsten könnten in ungünstigen Fällen sogar Verletzungen an Füßen folgen.

Zusätzliche Features wie der Diebstahlschutz soll vor unberechtigtem Zugriff schützen. Alarmsignale beim Anheben und eine PIN-Sicherung für die Reaktivierung des Roboters dienen hier als übliche Abschreckungsmethoden. Spannend ist auch die Unterstützung von Apps zur Fernsteuerung der Mähroboter bei diversen Modellen. Tablet und Smartphone dienen dabei als Fernbedienungsersatz und geben Information über Gerätestatus und Programmierung frei. Einen Fangkorb besitzen die meisten Modelle nicht. Der regelmäßige Grasschnitt mit hinterlassenen Resten als Dünger stärkt so auf Dauer den Wuchs und die Dichte des Rasens.

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Hier noch ein tolles Video vom BR – Rasen-Mähroboter: Teures Spielzeug oder cleverer Helfer?

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