Poolpflege – Ratgeber für längeren Badespaß

Ein Pool ist zum einen mit Spaß beim Schwimmen und zum anderen mit viel Arbeit für die Pflege verbunden. Letztere benötigt ein Pool regelmäßig und zu allen Jahreszeiten, da der Badespaß ansonsten sprichwörtlich „ins Wasser fällt“.

Vor allem in der Hochsaison ist die regelmäßige Poolpflege von Bedeutung, da ansonsten gesundheitliche Gefahren für die Benutzer entstehen. Es bilden sich Keime und glitschige Algenteppiche, die in der Lage sind, gefährliche Rutschunfälle zu verursachen. Um dies zu vermeiden, ist es am besten, zu Beginn der Badesaison den Pool gründlich zu reinigen und das Beckenwasser regelmäßig zu kontrollieren.

Poolpflege – welche Gefahren lauern und welche Möglichkeiten zur Poolpflege gibt es?

Poolpflege – Standortwahl, Poolabdeckungen und hoher Beckenrand

Optimale Poolpflege fängt bei der Standortwahl an und hört auf bei der Pflege des Beckens und des Wassers. Vom Standort des Pools ist es abhängig, inwieweit äußere Einflüsse in der Lage sind, das Wasser zu verschmutzen. Kein guter Standort ist in der Regel in der Nähe eines Baumes. Dies bewirkt, dass Blätter ins Poolwasser fallen.

Ein höherer Beckenrand verhindert, dass der Wind Blätter ins Wasser bläst. Poolabdeckungen verhindern Wärmeverluste des Wassers in der Nacht (drei bis fünf Grad Celsius). Des Weiteren schützen sie den Pool vor Verschmutzungen und das Beckenwasser vor Eintrübungen. Benutzer waschen sich am besten die Füße, bevor sie in den Pool steigen.

Die Wasserpflege

Die Wasserpflege ist ein wesentlicher Teil der Poolpflege. Grundsätzlich gilt bei der Wassertemperatur: „Weniger ist oftmals mehr“. Das bedeutet, Algen und Keime haben bei höheren Wassertemperaturen eine bessere Chance, sich zu verbreiten. Dies gilt es, beim Aufheizen des Pools zu beachten.

Die Benutzer eines Pools schlucken oftmals Wasser. Des Weiteren gelangt Wasser in Augen, Nase und Ohren. Tummeln sich im Wasser viele Bakterien, sind diese in der Lage, gesundheitlichen Schaden zu verursachen. Aus diesem Grund ist das ideale Poolwasser von bester Qualität. Um dies zu erreichen, bedarf es eines ausgefeilten Systems bestehend aus unterschiedlichen Maßnahmen, die der Wasseraufbereitung dienen. Die Basis für optimales Wasser bieten regelmäßige Kontrollen des Wassers und Messvorgänge.

Die Wasserpflege in drei Schritten

• Physikalische Wasseraufbereitung
• Chemische Wasseraufbereitung
• Die Nachbehandlung des Wassers

Die physikalische Wasseraufbereitung

Teile der physikalischen Wasseraufbereitung sind: Beckenhydraulik, Umwälzanlage und Filtersystem. Die Beckenhydraulik bedeutet vereinfacht ausgedrückt: Frisches Wasser strömt ins Becken, verbrauchtes Wasser heraus. Dass der Wasseraustausch optimal vonstattengeht und für eine gute Wasserqualität sorgt, besitzen Pools Zu- und Abläufe. Letztere sind im Idealfall auf eine Weise eingebaut, die das saubere Wasser rasch in sämtliche Bereiche des Pools gelangen lässt.

Um sauberes Wasser zu erhalten, muss das verbrauchte Wasser in einer vorgegebenen Zeit durch das Filtersystem fließen, das es mechanisch reinigt. Unter Zugabe eines Desinfektionsmittels gelangt es ins Becken zurück.

Alleinig durch regelmäßige Filtrierung des Wassers lassen sich Schmutzstoffe ausschwemmen. Ein positiver Nebeneffekt des regelmäßigen Filterns: Das Wasser bleibt im Fluss. Auf diese Weise verteilen sich Chlor und andere Zusätze besser. Voraussetzung ist eine regelmäßige Reinigung des Filters bei Verwendung einer Filterkartusche. Bei einem Sandfilter ist es am besten, die Rückspülung mehrmals wöchentlich durchzuführen. Alle zwei Jahre den Filtersand komplett wechseln.

Ähnliches, wie für die Filteranlage gilt für die Umwälzanlage. Ihre Aufgabe ist es, das Wasser zu bewegen und auf diese Weise Sauerstoff zuzuführen. Am besten ist es, den Pool mittels Pumpe zwei bis drei Mal, insgesamt acht bis zwölf Stunden am Tag umzuwälzen. Auf diese Weise erfolgt die optimale Reinigung des Wassers und des Poolbodens.

Für den Wasseraustausch gibt es zwei Systeme:

• Das Oberflächenreinigersystem
• Überlaufsystem

Das Oberflächenreinigersystem ist kostengünstig und erfordert einen geringen technischen Aufwand. Es eignet sich für den Privatbereich. Eine höhere Investition und mehr Kosten erfordert das Überlaufsystem, das sich außer für den privaten Bereich für öffentliche Pools eignet. Bei einem Vergleich beider Systeme erreicht das Überlaufsystem eine bessere Effektivität.

Bio oder Chemie – ohne Chemie keine optimale Wasseraufbereitung

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Chemische Wasseraufbereitung bedeutet, die Voraussetzungen für ein gesundes Wasserklima zu schaffen. Hier ist die Messung des pH-Werts von Bedeutung. Dieser ist im Idealfall nicht zu hoch und nicht zu tief. Ansonsten ist das zugefügte Chlor nicht in der Lage, seine optimale Wirkung zu entfalten. Der Optimalwert liegt zwischen 7 und 7,4.

Um den pH-Wert zu optimieren, hilft ein Pool Starterset, das es im Handel gibt. Dieses enthält alle notwendigen Utensilien für die Aufbereitung. Nach der Messung mittels eines Testreifens erfolgt die Optimierung des pH-Werts.

Danach folgt die Chlorung, die sich am besten mittels Dosierhilfe oder Kartuschenfilter durchführen lässt, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Chlorprodukte gibt es in Tablettenform, Pulverform oder flüssiger Form. Für eine automatische Chlorzufuhr empfiehlt sich flüssiges Chlor, da es sich besser dosieren lässt.

Die Nachbehandlung des Wassers

Wenn der Chlorgehalt stimmt, lässt sich das Wasser mit Flockungsmitteln gegen Eintrübung und zur Algenbekämpfung behandeln. Des Weiteren mit Desinfektionsmitteln. Eine Alternative zu Chlor ist Brom, das sich in Kombination mit Chlor verwenden lässt.

Chlor ist das am häufigsten verwendete Produkt zur Wasserdesinfektion. Es oxidiert mechanische Verunreinigungen hervorragend und zerstört Bakterien effektiv. Chlor eignet sich sowohl für die Dauerdesinfektion als für die Stoßdesinfektion. Brom besitzt ähnliche Eigenschaften wie Chlor. Bei höheren pH-Werten und höheren Wassertemperaturen arbeitet es effektiver als Chlor.

Beckenpflege

Außer dem Wasser bedarf das Becken der regelmäßigen Pflege. Vor allem bei einem Außenpool fallen Insekten und Laub in den Pool. Doch die Filteranlage ist in vielen Fällen zu schwach, um alle Verunreinigungen aufzufangen. Aus diesem Grund ist es wichtig, Partikel, die die Filteranlage nicht herausfiltert, manuell zu entfernen.

Am besten ist es, mehrmals im Jahr eine Reinigung des komplett entleerten Beckens durchführen. Dabei Wände und Boden des Beckens manuell mithilfe eines speziellen Reinigungssets und Poolsaugers reinigen. Auf diese Weise finden Keime und Algen keine Lebensgrundlage und das gesamte Wasser bleibt sauber.

Wichtig ist es, bei der Beckenpflege keine handelsüblichen Haushaltsreiniger zu verwenden. Diese belasten das Wasser mit Fremdstoffen, sodass es eintrübt und Schaum entsteht.

Die Poolpflege im Winter ernst nehmen

Abhängig von der Art eines Pools (fester oder mobiler Pool) empfiehlt sich die Einhaltung mehrerer Regeln zur Pflege eines Pools im Winter. Feste Pools überwintern am besten nicht komplett entleert. Empfehlen lässt sich, dass die Einbauteile frei von Wasser bleiben.

Der Handel verfügt über spezielle Überwinterungsmittel. Im Wasser verteilt lassen diese Kalk und Algen nicht entstehen. Den pH-Wert nochmals überprüfen und das Wasser chloren. Außenleitungen und gegebenenfalls Solarpoolheizungen am besten entleeren.

Des Weiteren lässt sich eine Boden- und Filterreinigung vor dem Winter empfehlen. Vor allem bei Betonbecken sind Eisdruckposter sinnvoll. Wenn das Wasser im Winter gefriert, verhindern diese Wandrisse. Als Abschluss der Wintervorbereitung des Pools gilt es, das Becken mit einer Plane abzudecken.

Wer einen mobilen Pool (Aufstellpool) besitzt, tut gut daran, diesen am Ende der Badesaison gründlich zu reinigen, sodass Algen- und Schmutzrückstände verschwinden. Weiterhin lässt sich eine Stoßchlorung vor dem Abbau des Pools empfehlen. Anschließend den Pool gut trocknen lassen.

Fazit

Badespaß pur versprechen ein regelmäßig gepflegter Pool und Faktoren wie die optimale Standortwahl sowie die Einhaltung bestimmter Regeln.

Die Pflege eines Pools besteht hauptsächlich aus zwei Teilen: Wasserpflege und Beckenpflege. Vor allem feste Außenpools bedürfen der Pflege in allen Jahreszeiten, ansonsten lauern Keime und Algen, die in der Lage sind, Unfälle durch Rutschgefahr und Krankheiten durch Bakterien auszulösen. Chemische Mittel fehlen bei der Poolpflege am besten nicht, da nur sie für sauberes und keimfreies Wasser garantieren.

Bildnachweise:
Reinigung – © Sandor Jackal – Fotolia.com
Kinder – © BillionPhotos.com – Fotolia.com
Reiningungsmittel – © poolfeeling.de

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