Crossminton – auch als Speed Badminton bekannt

In den Sommermonaten bietet das Strandleben vielerlei Abwechslung. Wer sich von morgens bis abends am Strand aufhält, der interessiert sich ganz zwangsläufig für den einen oder anderen Beachsport. Neben Beachvolleyball, Beachbadminton oder Beach Soccer ist Crossminton ein ganz neuer Beachsport, der seiner Rasanz wegen besonders gern von Jugendlichen gespielt wird.

Die Spielidee des heutigen Crossminton wurde zu Beginn der 2000er Jahre als Speedminton entwickelt. Nur wenige Sportarten oder Disziplinen haben es innerhalb eines Jahrzehnts von der ersten Idee bis hin zum Weltverband und zu Weltmeisterschaften geschafft. Speed Badminton, wie es auch genannt wurde, ist eine von ihnen. Die International Crossminton Organization mit Sitz in der Bundeshauptstadt Berlin organisiert in der zweiten Juniwoche die 2013er Weltmeisterschaften im Steffi Graf Stadium des Berliner Tennisclubs LTTC Rot Weiß e.V.

Die einen kämpfen um Punkte, Satz und Sieg, die anderen spielen Crossminton just for fun am Strand. Der Trendsport für Jedermann ist als Rückschlagspiel ein Mix aus Badminton, Squash und Tennis. Am Strand wird eine vierundzwanzig Meter lange und sechs Meter breite Fläche benötigt. Das Spielfeld lässt sich durch Gummilinien markieren, die auf den Strandsand aufgelegt werden. Im Gegensatz zu Badminton und Tennis wird kein Netz in der Spielfeldmitte benötigt. Spielball ist der Speeder; am Strand wird üblicherweise der Fun Speeder benutzt. Seine Flugstrecke liegt zwischen dreizehn und achtzehn Metern; im Gegensatz zum Match Speeder mit einer Flugstrecke zwischen siebzehn und fünfundzwanzig Metern. Der Schläger ähnelt dem in der Sportart Squash, ist aber vom Material und von der Bespannung her auf Speed Badminton abgestellt.

Die Spielregeln sind mit denen im Badminton vergleichbar. Am Beach geht es gerade beim Speed Badminton darum, sich den Speeder möglichst oft, weit und insofern schnell zuzuspielen. Wer möchte, kann zählen und punkten; im Vordergrund steht jedoch der Spaß am Spielen und Schlagen des Speeders. Aufgrund der Maße des Spielfeldes wird Speed Badminton überwiegend abseits des Strandgeschehens gespielt. Abhängig vom Strand können zwei oder drei Courts nebeneinander markiert werden. Der Speeder ist kaum windanfällig. Messungen haben gezeigt, dass er bis zur Windstärke vier seine Flugbahn nicht oder nur geringfügig verändert. Der Fun Speeder erreicht eine Geschwindigkeit von zweihundert bis zweihundertfünfzig Km/h, was mit der Geschwindigkeit eines Formel1-Boliden vergleichbar ist.

Die Funplay-Variante im Speed Badminton entspricht dem Federballspiel. Der Speeder wird so zugespielt, dass ihn die Spieler möglichst oft retournieren können. Speed Badminton ist ein Beachsport, bei dem die Spieler garantiert ins Schwitzen kommen; aber der Weg ins frische Nass ist ja nicht weit.